Kreisklasse A1 / 19.Spieltag: Karlsruher SV – VSV Büchig 4:4 (2:1)
Nach dem Remis beim FV Fort. Kirchfeld II und der Niederlage beim FC Spöck wollte der VSV Büchig im dritten Rückrundenspiel endlich den ersten Dreier des Jahres einfahren. Erneut musste die Pfattheicher-Elf auswärts antreten – Gegner war diesmal der Karlsruher SV. Wie so oft in dieser Saison startete der VSV verschlafen in die Begegnung und schon nach wenigen Minuten musste VSV-Keeper Israel eine brandgefährliche Situation nach einer Ecke bereinigen. Wenige Momente später war er dann aber machtlos: Ein Freistoß von Hout aus dem Halbfeld segelte an Freund und Feind vorbei und trudelte ins lange Eck (6.). Erst nach dem Schock kamen auch die Rot-Weißen in der Partie an und konnten das Spiel im Anschluss ausgeglichener gestalten. Gefährliche Torraumaktionen blieben aber zunächst den Gastgebern vorbehalten. Vor allem mit Flügelstürmer Hout hatte die VSV-Abwehr ordentlich zu kämpfen. Ein Balleroberung von Hout ebnete den Weg zum 2:0: Der Ball landete am rechten Strafraumeck bei Bäuerle, der sich die Kugel einmal auf links legte und ins lange Eck verwandelte. Eine keineswegs unverdiente Führung für den KSV. Auf der Gegenseite war der VSV bis auf kleine Störfeuer offensiv abgemeldet. Erst in der Nachspielzeit tat sich etwas vor dem Tor von KSV-Keeper Becker: Verteidiger Kraus schlug einen Freistoß aus der eigenen Hälfte perfekt in den Lauf von V.Kanoukov. Dessen Schuss lenkte Becker an den Innenpfosten, letztlich drückte M.Kanoukov den Ball aber über die Linie (45.). Mit 1:2 aus VSV-Sicht ging es in die Pause.
Mit dem Seitenwechsel war dann plötzlich der VSV hellwach und erwischte die Nordsternler im Tiefschlaf. Zuerst tankte sich Joram auf der rechten Seite durch und bediente mit einer gefühlvollen Flanke Batke. Der setzte zum Flugkopfball an und traf gegen seinen Ex-Klub zum 2:2-Ausgleich (49.). Nur zwei Minuten später fast die gleiche Situation: Diesmal spielte Beck nach einem tollen Steilpass den Ball wuchtig und halbhoch vor das Tor, wo V.Kanoukov perfekt einlief und das Leder kompromisslos ins Netz hämmerte – Traumtor und die Führung für den VSV (51.). Direkt nach dem Anstoß eroberte Joram den Ball im KSV-Drittel und es hätte nur ein Querpass zu einer weiteren riesigen Möglichkeit gefehlt, ein KSV-Bein verhinderte die Chance aber im letzten Moment. Die Gastgeber schüttelten sich kurz und schlugen dann ihrerseits eiskalt zurück: Zuerst nutzte Hunfeld nach einer Ecke die Verwirrung im Büchiger Strafraum zum Ausgleich (63.) und dann war es Hout, der Kraus und Israel keine Chance ließ und seine Farben wieder in Führung brachte (65.). Bis zum Abpfiff kämpften beide Teams weiterhin um jeden Zentimeter. Der VSV wollte sich nicht geschlagen geben, der KSV versuchte die Entscheidung herbeizuführen, war im Umschaltspiel aber zu ungenau. Zehn Minuten vor Ende brach dann Jubel im Büchiger Lager aus: Ein Kopfball von M.Kanoukov landete von der Unterkante der Latte hinter der Linie im Tor, Schiedsrichterin Kohl hatte die Pfeife schon im Mund und bewegte sich in Richtung Mittellinie, ließ zur Verwunderung aller das Spiel aber weiterlaufen. Eine krasse Fehlentscheidung. Die Büchiger ließen sich aber nicht entmutigen und versuchten es weiter. Als Hemberle einen Abpraller per Dropkick aufs Tor schoss, waren die Büchiger erneut am Jubeln, diesmal verhinderte aber Becker im KSV-Tor mit einer bärenstarken Parade den Ausgleich. Erst in der Nachspielzeit wurde der VSV erlöst: Moysich setzte sich auf rechts durch und bediente V.Kanoukov, der aus sieben Metern endlich für den verdienten Ausgleich sorgte (90.+1).
Durch das 4:4 bleibt der VSV im Jahr 2026 weiterhin sieglos und steht weiterhin auf Rang 7 in der Tabelle. Als nächstes wartet mit der SG Karlsruhe der nächste Top-Gegner auf die Büchiger, die dringend ihre Schläfrigkeit zu Spielbeginn ablegen sollten. Anstoß für das erste Heimspiel in diesem Jahr ist am Sonntag, 22. März, um 15 Uhr.
Tore: 1:0 Hout (6.), 2:0 Bäuerle (38.), 2:1 M.Kanoukov (45.), 2:2 Batke (49.), 2:3 V.Kanoukov (51.), 3:3 Hunfeld (63.), 4:3 Hout (65.), 4:4 V.Kanoukov (90.+2)
VSV: Israel, Böhm (79. Ruf), Kraus, Beck, M.Kanoukov, Müller (79. H.Hadeler), V.Kanoukov, Batke, Boran (72. Hemberle), Joram (58. Moysich), Gutberlet
