Kreisklasse A1 / 12.Spieltag: VSV Büchig – FC 21 Karlsruhe 3:2 (2:0)
Nach der mehr als vermeidbaren Niederlage beim Aufsteiger SpG DJK Ost/Germania Karlsruhe, wollte der VSV Büchig im Heimspiel gegen den FC 21 unbedingt wieder dreifach punkten und Anschluss an die Spitzengruppe der Liga halten. Auf dem seifigen Platz im Büchiger Sportpark erwischten die Gäste den besseren Start: Ein Kopfball nach Freistoß-Flanke und eine 1 vs. 1-Situation waren die ersten sehr guten Chancen für die Karlsruher, VSV-Keeper Israel war aber beide Male auf dem Posten. Auf der Gegenseite kam auch der VSV nach rund 15 Minuten zu seinen ersten Abschlüssen, M.Kanoukov und Bruder V.Kanoukov zielten aber vorbei bzw. drüber. Kurz danach wurde V.Kanoukov steil geschickt und konnte aus halbrechter Position auf das FC-Tor marschieren. Statt für einen Abschluss legte er den Ball am Fünfmetereck quer auf Batke – der traf den Ball nicht richtig und sein harmloser Schuss landete in den Armen von Keeper Sema. Die bis dahin beste Chance der Partie. Auf der Gegenseite landete ein FC-Kopfball nach einer Ecke am VSV-Pfosten und nur kurz danach nahm sich Dreyer bei einem Abpraller ein Herz und versuchte es per Dropkick aus 25 Metern. Das Leder flog wie an der Schnur gezogen wuchtig in Richtung Winkel, ging aber wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Mitte der ersten Halbzeit hatte der VSV die Partie gut im Griff. V.Kanoukov wurde bei einem Angriff von Müller bedient, drehte sich geschickt um seinen Gegenspieler und startete ein Solo in Richtung Tor. Dabei ließ er auch den letzten FC-Verteidiger aussteigen und vollendete trocken ins lange Eck zur Führung (31.). Fünf Minuten später war M.Kanoukov nach einer Ecke zur Stelle. Er nutzte das Chaos im Fünfer und grätsche den Ball ins Netz (35.). Die Gäste waren in dieser Phase offensiv keineswegs abgemeldet, ihre Angriffe scheiterten aber meist an ungenauen oder zu langen Bällen, die bei Israel oder im Aus landeten. Kurz vor der Pause hatte V.Kanoukov sogar noch das dritte Tor auf dem Fuß, er scheiterte unter Bedrängnis aber an Torhüter Sema. Mit einer verdienten VSV-Führung ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel verlor der VSV mehr und mehr die Kontrolle und die Gäste spielten druckvoll nach vorne. Die zahlreichen Angriffe überstand man zunächst unbeschadet, einer der vielen Eckbälle in der 68.Minute sollte dann aber für den Anschluss sorgen. FC-Kapitän Reif brachte den Ball herein, wo Kraus zwar am höchsten stieg, das Leder aber nur leicht streifen konnte. Dadurch fälschte er den Ball unhaltbar für Israel ins lange Eck ab und vom Innenpfosten landete dieser im Netz. Ein Eigentor, welches vom Schiedsrichter Reif gutgeschrieben wurde. Mit dem Anschluss wuchs der Druck auf die VSV-Abwehr weiter. Der FC 21 überbrückte das Mittelfeld schnell und fast jeder Angriff endete in einer gefährlichen Situation. Noch waren Israel und seine Vorderleute aber auf dem Posten. Einer der wenigen Entlastungsangriffe brachte V.Kanoukov erneut in Position, wieder scheiterte er an Sema und ein Kopfball von Joram nach toller Flanke von Müller segelte knapp über die Latte. Ähnlich war es bei einem Abschluss von Dreyer nach Vorlage von Zöller. Die Entscheidung wurde also verpasst und so kam es, wie es kommen musste. Nach einer Reihe von Zweikämpfen, bei denen der VSV fünf- oder sechsmal den Kürzeren zog, kam Maier an der Strafraumkante zum Abschluss und setzte den Ball ins lange Eck zum verdienten Ausgleich (87.). Doch damit war die Partie noch nicht vorbei. Beim nächsten Büchiger Angriff legte Batke per Kopf perfekt auf den eingewechselten Hadeler. Dieser zog energisch in den FC-Strafraum und wurde von einer Grätsche und dem heranfliegenden Sema von den Beinen geholt. Dabei wurde aber auch klar der Ball gespielt. Schidesrichter Hund zeigte nach kurzem Zögern dennoch auf den Punkt. Ein Elfmeter, den man nicht unbedingt geben muss. Batke war es egal, er schob das Spielgerät souverän zum 3:2 ins Tor (90.). Die dreiminütige Nachspielzeit überstand der VSV unbeschadet. Moysich nach einem Dribbling hätte sogar erhöhen können. Ein ungenauer Querpass von Lika machte zuvor schon eine gute Konterchance des VSV zunichte. Am Sieg änderte das aber nichts mehr.
Ein hart erkämpfter und etwas glücklicher Heimsieg. Der VSV muss sich vorwerfen lassen einen eigentlich komfortablen Vorsprung leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben. Bis zum Anschlusstreffer fand man offensiv nämlich überhaupt nicht mehr statt und auch danach hatte man gegen tapfer anrennende Gäste kein Gegenmittel. Trotz des Sieges rutscht man aufgrund der Tordifferenz auf Platz fünf ab. Somit ist der VSV das Schlusslicht der Spitzengruppe. Der Rückstand auf Tabellenführer FSSV beträgt nur zwei Punkte. Am kommenden Sonntag, 9. November tritt man um 14.30 Uhr beim VfB Knielingen II an.
Tore: 1:0 V.Kanoukov (31.), 2:0 M.Kanoukov (36.), 2:1 Reif (68.), 2:2 Maier (87.), 3:2 Batke (90. / FE)
VSV: Israel, Böhm, Zöller, Kraus, M.Kanoukov (69. Hadeler), Müller, V.Kanoukov (84. Hemberle), Batke (90.+1 Moysich), Dreyer, Joram (81. Lika), Frick
